Auswirkungen steigender Instandhaltungs- und Baukosten auf den Immobilienwert
Die Bau- und Instandhaltungskosten sind in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. Materialpreise, Fachkräftemangel und verschärfte Energieauflagen treiben die Kosten in die Höhe – mit spürbaren Folgen für den Immobilienmarkt.
Für Eigentümerinnen und Eigentümer stellt sich daher die zentrale Frage: Wie wirken sich steigende Bau- und Sanierungskosten auf den Immobilienwert aus?
Das Schröter & Schäfer Sachverständigenbüro für Immobilienbewertung erklärt, warum Baukosten nicht nur den Neubau verteuern, sondern auch den Marktwert von Bestandsimmobilien verändern – positiv wie negativ.
a) Materialpreise und Lieferengpässe
Seit 2020 sind die Preise für Baumaterialien wie Holz, Stahl, Dämmstoffe und Beton deutlich gestiegen. Globale Lieferkettenprobleme, Energiepreise und geopolitische Krisen haben den Markt stark belastet.
Laut Statistischem Bundesamt lagen die Baukosten 2024 im Durchschnitt über 40 % höher als noch 2019.
Fehlende Fachkräfte führen zu längeren Wartezeiten und höheren Stundensätzen. Gerade in Ballungsräumen wie Berlin oder Potsdam steigen Handwerkerkosten kontinuierlich an.
c) Neue gesetzliche Anforderungen
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und EU-Richtlinien verlangen höhere Energieeffizienzstandards. Diese gesetzlichen Vorgaben erhöhen die Investitionskosten – gleichzeitig verbessern sie aber langfristig den Gebäudewert, sofern Maßnahmen fachgerecht umgesetzt werden.
Steigende Bau- und Instandhaltungskosten wirken sich in mehreren Bewertungsbereichen aus. Gutachter berücksichtigen diese Entwicklungen bei der Ermittlung des Verkehrswerts (Marktwerts).
Im Sachwertverfahren fließen Herstellungs- und Baukosten direkt in die Bewertung ein.
→ Steigen die Baukosten, erhöht sich theoretisch auch der Neuwert einer Immobilie.
Allerdings gilt: Wenn gleichzeitig die Nachfrage sinkt oder die Finanzierung schwieriger wird, steigt der Sachwert nicht automatisch im gleichen Maß wie die Baukosten. Hier ist Marktkenntnis entscheidend.
Bei vermieteten Objekten führen steigende Instandhaltungskosten zu höheren Bewirtschaftungsaufwendungen. Diese mindern den nachhaltig erzielbaren Ertrag – und damit den Ertragswert.
Beispiel: Steigende Heizungswartungs- oder Sanierungskosten können die Rendite senken, wenn Mieten nicht im gleichen Maße steigen dürfen (z. B. durch Mietpreisbremse in Berlin).
Auf dem freien Markt spiegeln sich steigende Baukosten in höheren Angebotspreisen wider – insbesondere bei Neubauten. Bestandsimmobilien mit gutem Zustand gewinnen an Attraktivität, weil Neubauten teurer werden. Gutachter passen Vergleichswerte daher regelmäßig an das Marktumfeld an.
In der Hauptstadt treiben hohe Baukosten und strengere Energieauflagen die Preise für Neubauten stark nach oben. Das begünstigt den Bestand: gut sanierte Altbauwohnungen erzielen Spitzenpreise, während unsanierte Objekte länger auf Käufer warten.
Im Umland von Berlin wirkt sich der Preisanstieg zweigleisig aus:
Einerseits steigen die Grundstückspreise weiter, andererseits bremsen hohe Baukosten viele Neubauprojekte. Bestandsimmobilien mit moderner Ausstattung oder teilweiser Sanierung werden daher stark nachgefragt.
In Städten wie Bielefeld, Gütersloh oder Paderborn sind die Baukostensteigerungen zwar moderater, dennoch spüren Eigentümer die Auswirkungen. Werterhalt durch regelmäßige Instandhaltung ist hier entscheidend. Gutachter bewerten gepflegte Objekte höher als solche mit Sanierungsstau.
Regelmäßige Instandhaltung ist der Schlüssel zur Wertstabilität.
Wichtige Maßnahmen:
Tipp: Eine kontinuierliche Instandhaltung kostet deutlich weniger als eine aufgeschobene Komplettsanierung – und erhält den Wert langfristig.
Ein Gutachten des Schröter & Schäfer Sachverständigenbüros für Immobilienbewertung kann aufzeigen, welche Maßnahmen wirtschaftlich sinnvoll sind und den Marktwert stützen.
Trotz aller Kostensteigerungen gibt es auch positive Effekte:
Gutachter berücksichtigen diese Entwicklungen, indem sie Markttrends, regionale Nachfrage und Baukostenindexwerte in die Bewertung integrieren.
Ein professionelles Gutachten schafft hier Klarheit, indem es Marktwert, Sanierungsbedarf und Wirtschaftlichkeit gegenüberstellt.
Steigende Bau- und Instandhaltungskosten verändern den Immobilienmarkt nachhaltig. Während Neubauten teurer werden, gewinnen gepflegte Bestandsimmobilien an Bedeutung. Eigentümer, die regelmäßig in den Erhalt und die Energieeffizienz investieren, sichern sich langfristig Wertstabilität und Nachfragevorteile.
Das Schröter & Schäfer Sachverständigenbüro für Immobilienbewertung unterstützt Sie dabei, den tatsächlichen Marktwert Ihrer Immobilie realistisch einzuschätzen – und zeigt, wie sich Baukosten, Sanierungsbedarf und regionale Marktentwicklung konkret auswirken.
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